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Gebrauchte Roboter kaufen: eine praktische Checkliste

Gebrauchte Roboter können viel Geld sparen, wenn Sie die richtigen Dinge prüfen. Eine Checkliste für gebrauchte Roboterarme, Vierbeiner und Serviceroboter: Betriebsstunden, Akkus, Firmware, Lizenzen, Wartungshistorie und Transport.

Ein gebrauchter Roboter kann nur einen Bruchteil eines neuen kosten, doch versteckte Mängel können die Ersparnis schnell aufzehren. Gehen Sie diese Checkliste durch, bevor Sie bezahlen.

1. Das genaue Modell ermitteln

Hinter Roboternamen verbergen sich viele Varianten: EDU- und Standardversionen, Optionen für Nutzlast und Reichweite, verschiedene Steuerungsgenerationen. Fragen Sie nach dem genauen Modell und der Seriennummer und vergleichen Sie die Anzeige mit der Katalogseite, auf der jede technische Angabe mit ihrer Quelle verlinkt ist.

2. Betriebsstunden und Einsatz

Fragen Sie nach den Betriebsstunden oder der Zyklenzahl aus der Steuerung oder der App und danach, wofür der Roboter eingesetzt wurde. Ein Cobot, der im Labor leichte Tests gefahren hat, hat ein ganz anderes Leben hinter sich als einer, der im Dreischichtbetrieb Kartons palettiert hat.

3. Akkus (mobile Roboter)

Akkus altern mit jeder Ladung. Fragen Sie nach dem Akkuzustand oder der Zahl der Ladezyklen und nach Fotos des Akkupacks. Prüfen Sie Preis und Verfügbarkeit eines Ersatzakkus. Siehe Roboterakkus und Laufzeit.

4. Gelenke, Getriebe und Geräusche

Lassen Sie sich ein Video schicken, in dem jedes Gelenk seinen vollen Bewegungsbereich bei verschiedenen Geschwindigkeiten durchfährt. Mahlende Geräusche, Vibrationen oder sichtbares Spiel können auf verschlissene Getriebe oder Lager hinweisen, deren Austausch teuer ist. Siehe Robotergetriebe erklärt.

5. Firmware, Software und Lizenzen

  • Ist die Firmware aktuell, und wird der Hersteller sie weiterhin aktualisieren?
  • Lassen sich Softwareoptionen und Lizenzen auf einen neuen Besitzer übertragen?
  • Bei Robotern mit App oder Cloud-Konto: Lässt sich das Gerät vom Konto des Vorbesitzers trennen?

6. Was ist im Lieferumfang enthalten?

Steuerung, Programmierhandgerät (Teach Pendant), Kabel, Ladegerät, Ladestation, Fernbedienung, Originalverpackung und Handbücher: Fehlende Teile können teuer werden. Das Feld „Zubehör“ in der Anzeige sollte sie aufführen.

7. Wartungshistorie und bekannte Probleme

Fragen Sie nach Wartungsnachweisen und durchgeführten Reparaturen. Sehen Sie sich die bekannten Probleme an, die Besitzer desselben Modells gemeldet haben, und prüfen Sie, ob sie behoben wurden.

8. Preisvergleich

Vergleichen Sie den geforderten Preis mit dem Listenpreis des Herstellers und der Gebrauchtpreisstatistik auf der Katalogseite des Roboters, und halten Sie Ausschau nach autorisierten Händlern, die möglicherweise generalüberholte Geräte mit Garantie anbieten.

9. Transport und Sicherheit

Roboter sind schwer und empfindlich; Roboterarme sollten in ihrer Transportstellung reisen. Große Lithium-Ionen-Akkus erfordern einen besonderen Versand. Nach der Installation braucht jede Anwendung ihre eigene Risikobeurteilung.

Bereit zum Stöbern? Sehen Sie sich gebrauchte Roboter auf dem Marktplatz an oder geben Sie ein Gesuch auf, damit Verkäufer Sie finden.

Weiterführende Literatur

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